Klatsch mit! – Trainer
Kurzer Überblick, wie du die App nutzt und was die Schalter bedeuten.
Vorwort
Die App „Klatsch-Mit!“ ist ein Rhythmus-Trainer für Gitarrenklassen, Kleingruppen und den Einzelunterricht. Sie wird direkt im Unterricht eingesetzt, in vielen Klassen erprobt und laufend weiterentwickelt. Im Mittelpunkt steht das Metrum: gemeinsam im Puls bleiben, vier Takte sicher halten, vorausdenken und Bewegungen sauber ausführen. Der Wiederholungs-Button (z. B. alle 4 Takte) unterstützt das Formgefühl und motiviert, längere Abschnitte durchzuhalten. Im Modus „manuell“ läuft der gleiche Rhythmus, bis du neu würfelst – ideal für den Einstieg. Wenn die Gruppe sicher ist, kannst du auf automatische Wechsel nach mehreren Takten umstellen. Die App ist für langfristiges Arbeiten gedacht: immer wieder nutzen, vertiefen, nicht alles auf einmal wollen. Es gibt bewusst keine festen Start-Einstellungen: Überlegt gemeinsam, was ihr üben wollt und welches Ziel ihr habt. Sprecht regelmäßig darüber, was schon gut klappt und was noch unsicher ist. So bleibt ihr weg vom bloßen Abarbeiten und nutzt die App kreativ als Trainingspartner.
Loslegen
- Start/Stopp: Nutze den Button in der Steuerleiste.
- Rhythmus würfeln: erzeugt neue Notenfolge nach deinen Noten-Optionen (bei Auto-Wechsel automatisch).
- Tempo: Schieberegler oder Pfeiltasten (Desktop) für BPM.
- Auto-Wechsel: stellt ein, nach wie vielen Durchläufen ein neuer Rhythmus kommt.
Noten & Pausen
- Notenwerte aktivieren: Buttons oberhalb der Steuerleiste. Aktive Werte erscheinen im Takt.
- Pausen erlauben: Checkbox im Abschnitt „Ablauf“.
- Achtel-HiHat: gleichmäßige Achtel im Hintergrund an/aus.
Ablauf-Modi
- Dauerschleife: immer der gleiche Takt, bis gewürfelt oder gewechselt wird.
- Call/Response: 2 Takte Vorspiel + 2 Takte Nachspielen.
Fokus & Darstellung
- Fokusmodus: Nur auf Desktop – blendet Bedienelemente aus und zeigt nur den Taktbereich mit Karten.
- Orientierung: Auf Mobil erscheint ein Hinweis für Querformat.
Tastaturkürzel (Desktop)
- Leertaste: Start/Stopp
- R: Rhythmus würfeln
- Pfeile: Tempo ±1 BPM
- 1–5: Notenwerte an/aus
- C: Modus Call/Loop
- P: Pausen an/aus
- A: Achtel-HiHat an/aus
- F: Fokusmodus
Tipps für den Unterricht
- Einfach starten: Nur Viertel/Achtel aktivieren, Tempo 60–70 BPM.
- Wechsel üben: Auto-Wechsel z. B. auf 4× stellen und den Wert je nach aktuellem Leistungsstand anpassen. Ziel ist nicht nur, beim Auto-Wechsel sofort alles „richtig“ zu schaffen, sondern auch ein Gefühl für Form und Zeit zu entwickeln (z. B. vier Takte sicher halten).
- Cue-Auswahl: Cue bedeutet Zeichen oder Signal. Über den Cue-Button kann eine Farbe aktiviert werden, die während des laufenden Spiels als Hintergrund über die Zählzeiten gelegt wird. Dieser farbige Hintergrund taucht bewusst nicht dauerhaft auf, sondern erscheint überraschend auf der Zählzeit 4 und gilt erst für die nächste 1 – die Gruppe muss also vorausdenken. Für jede Farbe kann im Vorfeld festgelegt werden, was sie bedeutet. So lässt sich die Aufmerksamkeit gezielt schärfen. Beispiel: Erscheint die Farbe, wird ab der nächsten 1 über die folgenden zwei Takte nur eine Klatschbewegung ausgeführt, ohne dass die Hände aufeinandertreffen – ein sogenannter „Luft-Klatscher“. Sichtbar ist nur die Bewegung, nicht der Klang.
- Luft-Klatschen / Luft-Schlagzeug: Zu Beginn mit großen Gruppen – und nicht nur dort – klingt es oft chaotisch. Lass sie nur die Bewegung machen, ohne beim Klatschen die Hände zusammenzuführen. Das gibt Gemeinschaftsgefühl, räumt den Puls auf und schärft danach den echten Klang – der vorgegebene Rhythmus ist viel klarer hörbar.
- Notenwerte nebenbei lernen: Wir arbeiten sofort mit Notenwerten und ihren Symbolen, ohne sie anfangs durchzudeklinieren. Durch Hören und Mitklatschen/Spielen werden die Zeichen spielerisch vertraut – egal ob jemand schon Notenunterricht hatte oder nicht.
- Double-Time-Effekt: Tempo von 60 auf 120 verdoppeln gibt sofort ein 16tel-Feeling: Noten stehen als Viertel/Achtel da, gefühlt spielst du schon Achtel/16tel. Spannend für fortgeschrittene Gruppen.
- Begleiter statt Vorgabe: Nutz die App als Partner, um gemeinsam im Puls zu bleiben und neue Rhythmen auszuprobieren. Viele Ideen sind erst durch das Arbeiten damit entstanden – neue Wege, die wir nicht mehr missen wollen.